Donnerstag, 12. März 2015

Wildlife, Natur, beautiful City

Und das alles in einer Woche, denn mehr Zeit gab es leider nicht.
Am Montag dem 02.03. haben wir unseren Campervan von Jucy abgeholt und sind sofort zum Wilson Promontory Nationalpark, von dem wir seit Cairns nur gutes gehört haben und unbedingt hin wollten. Die Zeit war reif!  Das gute war, dass ich diesmal auch fahren durfte, so musste Janina nicht alles alleine fahren. Während der Fahrt habe ich noch erfahren, dass ich mein Paket in 2 Tagen abholen könne, woran ich nicht mehr geglaubt habe. :))
Nachmittags sind wir im Nationalpark angekommen und haben uns entschlossen noch einen Walk zu machen, bevor wir zum Campingplatz fahren. Und es hat sich gelohnt. Angefangen hat es mit einem relativ großen Kangaroo welches einfach am Straßenrand gechillt hat. Dann haben wir noch zwei schicke Vögel gesehen. Als Vogelexperte würde ich vermuten dass ich doch keine Ahnung von Vögel haben, die aber einfach schön aussahen. Nur paar Minuten später hat sich einer von Janina's Wünschen erfüllt, ein Wombat sehen, aus nächster Nähe. Und das hat sie auch, sie konnte sogar Selfies mit dem Süßen machen. Angefasst und eingepackt hat sie ihn zum Glück nicht. Wir vermuten dass dieses Wombat relativ alt war, weil man so nah ran konnte und es schon Fell verloren hatte. Ich glaube 100 Fotos nur von diesem Wombat auf meiner Kamera zu haben. :D Es ist aber auch ein süßes Ding!
Zweimal um die Ecke haben wir ein weiteres Wombat entdeckt, welches dichteres und dunkleres Fell hatte, und schreckhafter war und somit denken wir ein jüngeres Wombat entdeckt zu haben. Auf jeden Fall sehr cute und Janina hatte ihren best day ever! :) :D
Die Tatsache, dass wir am späten Nachmittag diesen Walk gemacht haben, kamen die ganzen Tiere in scharen raus. Wir haben noch nie so viele Kangaroos auf einmal gesehen. Die saßen einfach gemütlich am Wegrand und haben gefuttert. Von manchen wurden wir scharf beobachtet, was uns sogar was angst eingejagt hat, andere haben wir unfreiwillig erschreckt und ein weiteres kam aus dem Busch gehüpft und stand direkt vor uns. Erschrocken blieb es und wir wie angewurzelt stehen. Das Kangaroo wollte uns zum Glück nicht boxen und ist ausgewichen, dabei fast ausgerutscht und durch einen Busch gesprungen wo es auch fast hängen geblieben wäre. Zu geil!  (Bestimmte Kangaroos können echt boxen, wenn sie Angst haben oder sich angegriffen fühlen)
Nach so einem erfolgreichen Walk konnten wir zufrieden, eigentlich mit voller Begeisterung, zum Campingplatz fahren. Was für ein schöner Tag.
Am nächsten Tag haben wir beschlossen den Mount Bischof hoch zu wandern um die beschriebene wunderschöne Aussicht zu sehen. Der Weg war eigentlich voll okay und da es im Wald war nicht so heiß. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Aussicht war wirklich sagenhaft schön. Konnten nicht genug bekommen. Zwar waren wir nicht auf dem höchsten Berg des Nationalparks, aber wir konnten die Küste mit den kleinen Inseln und über andere Berge hinweg ins Grüne. Nach dieser Anstrengung haben wir uns an den squeaky Bay gesetzt. Der Sand quietscht wirklich unter den Füßen, hört und fühlt sich total witzig an.
Anschließend sind wir einen weiteren Walk gegangen, der uns zu einem Aussichtspunkt am Wasser führte,  von wo aus man in die angrenzenden Buchten sehen konnte und natürlich die Berge. Dort hätte man bestimmt einen schönen Sonnenuntergang sehen können,  aber der Hunger hat mal wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Am Mittwoch sind wir ganz früh aufgestanden, weil wir noch Emus sehen wollten und wir gelesen haben, dass man diese eher Abends oder in der Morgendämmerung zu sehen sind. Und mal wieder hatten wir Erfolg.  Zuerst hbn wir ein Emu sehr weit weg entdeckt, welches eine Sanddüne bestiegen hat. Paar Minuten später haben wir eine kleine Gruppe von Emus direkt neben uns entdeckt.  Teilweise zu nah, sodass wir uns gesagt haben, wenn die noch näher kommen laufen wir. :D aber alles gut. Der Weg führte zu einem Strand, wo wir ganz alleine waren. Gefrühstückt haben wir am Straßenrand mit einem netten Blick auf ein Tal. Leider war es was windig weswegen wir schnell weiter gezogen sind. Wir haben nochmal ein stopover in Melbourne gemacht um mein Paket endlich abzuholen und was einzukaufen. In der Stadt zu fahren ist immer wieder was nervig, wegen den vielen Spuren und Einbahnstraßen, aber dank Google Maps haben wir es wieder heil aus der Stadt geschafft. Next stop: Great Ocean Road! :)
Kurz gesagt besteht die Great Ocean Road einfach nur darin an der Küste entlang zu gehen. Dabei hat man nur zufällig eine nette Aussicht und sieht paar coole Sachen links und rechts. Teilweise ist die Strecke was kurvig eng steil und windig, aber nichts was man nicht meistern könnte. 
Offiziell beginnt die Straße mit einem Tor aus Holz wo der Name oben drauf steht. Hört sich eigentlich nicht so spektakulär an, aber ich hab kein Auto gesehen welches dort nicht gestopt hat um ein Foto zu machen. An der Seite haben die sogar zwei kleine Rampen gebaut von wo aus man super Bilder von dem Tor und mit dem Tor machen kann. Natürlich gehörten wir auch dazu.
Auf dem Weg gibt es mehrere Parkbuchten und Stopmöglichkeiten um die Küste und den Ausblick zu genießen. Man hält auch gefühlt 100 mal an, weil man als Fahrer das Gefühl bekommt nicht alles sehen bzw wahrnehmen zu können. Teilweise muss man sich aber auch sehr auf die Straße konzentrieren. Bei einem Stop haben wir bei Eukalyptus Bäumen gehalten und tatsächlich zwei Koalas im Baum sitzen gesehen. Endlich haben wir die auch mal in freier Wildbahn gesehen. :) Einfach zucker süß diese Tiere! 
Im Otway Nationalpark haben wir übernachtet, welches zu Beginn eine Herausforderung war, weil wir schier den Campingplatz nicht finden konnten und dann einfach auf einem gecampt haben. Man muss dazu sagen, dass die Beschilderung echt miserabel war. Auch das Kochen mit dem kleinen Gasherd war nicht so einfach, dabei haben wir uns schon ein einfaches Nudelgericht ausgesucht. Dann dauert es eben eine Stunde um Nudeln mit Sauce zu kochen.
Am nächsten Morgen wurden wir von Schafen begrüßt,  welche am Straßenrand gegrast haben. Die waren so lieb und haben uns bis zur Hauptstraße begleitet. Spaß,  die sind ausgebückst und hatten schiss und anstelle einfach stehen zu bleiben oder zurück aufs Feld zu hüpfen sind manche 3 Minuten mit uns gelaufen.
Unser erster stop des Tages waren die 12 Aposteln von denen allerdings nur noch 8 stehen. Im Grunde sind das Felsen mitten im Wasser, wie die lange Anna bei Helgoland. Als wir dort waren war es ziemlich windig, was auf den Bilder nicht zu übersehen ist. Dennoch echt cool. :)
Am Visitorcentre haben wir uns Kaffee und Kakao gekauft und sind auf den nächsten ruhigeren Parkplatz zum frühstücken gefahren. Später haben wir entdeckt, dass die Gegend richtig schön ist. Zum Glück haben wir dort ausversehen gehalten. Dort konnte man so richtig die Wucht des Wasser sehen. Einmal wie die Wellen gegen die Felswände aufprallen und was für Verformungen das Wasser anrichtet.  Teilweise sind einfach "Löcher" bzw ein Bogen in einem Felsen, was aussieht wie eine Art Brücke, dann stehen einfach riesige Felsbrocken abgetrennt vom Festland im Wasser und bei einem konnte man erkennen wo anscheinend mal vor nicht allzu langer Zeit auch mal ein Bogen war, den das Wasser mit der Zeit ganz mitgerissen hat. Es ist sau schwer das zu beschreiben, aber es war einfach bezaubernd sich das Spektakel anzusehen. Wir haben nicht ohne Grund fast 2 Stunden dort verbracht. Ich hoffe die Bilder sprechen für sich.
Anschließend sind wir noch eine ziemlich lange Strecke gefahren, wo wir die Grenze von Victoria und South Australia überquert haben.
Am nächsten Morgen wollten wir gemütlich unseren 3 Stunden Trip nach Adelaide antreten, aber unser Auto wollte nicht mitspielen. Wir hatten schon von Anfang an das Problem, dass der Camper nicht so leicht angehen wollte, und an dem morgen ging plötzlich gar nichts mehr. Nach einiger Zeit haben wir die Karre ans laufen bekommen und sind zur nächsten Werkstatt gedüst. Dort hatten wir auch nochmal eine gute Wartezeit bis wir endlich dran kamen. Zum Glück ist Jucy da problemlos mit umgegangen und hat super kooperiert. Leider konnten wir dann erst nachmittags unsere Tour antreten und sind erst abends in adelaide angekommen, wo wir nichts mehr machen konnten,  außer kochen chillen und schlafen. Dafür sind wir am nächsten Tag zeitig aufgestanden um genügend Zeit in der Stadt zu haben. Über Adelaide gibt es so ansich nicht viel zu sagen. Es ist eine schöne Stadt mit vielen alten, aber restaurierten Gebäuden. Die City und Fußgängerzone ist ansprechend, aber nach einem halben Tag hat man alles interessante schon abgelaufen. Ich denke mit Adelaide ist es das selbe wie mit Melbourne,  man muss dort leben oder eine längere Zeit verbringen um die Stadt zu lieben.
Wie so gut in jeder großen Stadt von Australien gibt es auch in Adelaide einen riesigen Markt. Dort haben Janina und ich Fleischkäse entdeckt und konnten nicht anders, als und eine gute Scheibe zu kaufen und diese in ein Brötchen reinzulegen. Man war das Lecker!  :) Ich bin auch voll der Fan von solchen Märkten geworden, nicht nur dass das Obst und Gemüse meistens günstiger ist, die Atmosphäre ist echt entspannend und angenehm, irgendwie. Irgendwo hat Janina gelesen,  dass  man bei Port Adelaide Delfine sehen kann, also sind wir natürlich dort hin gefahren. In Port Adelaide war absolute tote Hose. Fast hätten wir gedacht, dass es umsonst war dort hin zufahren, aber auf dem Weg zum Bus konnten wir doch noch ein Delfinrücken sehen, was Janina zum Glück ausgereicht hat, denn ich war total müde. Die Nacht sollte auch nicht lang werden, weil wir die ganze Strecke von Adelaide bis nach Melbourne zurück fahren mussten und das innerhalb eines halben Tages. Um 14 Uhr mussten wir den Camper wieder abgegeben haben. Challenge accepted.
Um 3:30 Uhr morgens ging der Wecker, kurz Zähne putzen, umziehen, alles umbauen und los geht's. Eigentlich sind wir gut durch gefahren,  nur fürs Tanken, Pipi machen und frühstücken haben wir angehalten. Und das "nur" hat uns gut 2 Stunden gekostet,  die wir als Zeitpuffer zur Fahrzeit hinzugerechnet haben. So wurde es am Ende knapp. Aber auf dem Weg gab es einen Rastplatz an einem pinken See, da mussten wir unbedingt frühstücken und haben gut Zeit verplempert. Aber irgendwie haben wir es doch noch geschafft um 14 Uhr auf den Jucy Parkplatz drauf zu fahren mit noch voll getankten Camper. Zwar habe ich die Geschwindigkeitbegrenzung durchgehen mindestens um 10 km/h überschritten, was zu hohen Kosten führen kann, aber am Ende ist alles gut gegangen. Anschließend sind wir nur noch ins Hostlbett gefallen und haben nicht mehr viel gemacht. Am nächsten Morgen ging der Wecker um 5 Uhr. Neuseeland wir kommen! :)