Freitag, 4. Oktober 2019

Vancouver - dritt lebenswerteste Stadt der Welt

.. und das unverändert seit 3 Jahren. Dem kann ich nichts entgegen bringen, die Stadt ist einfach wunderschön!
Wir sind am 28.09. nachmittags in Vancouver angekommen. Wir mussten von der Busstation zum Glück nicht weit bis zu unserem Hostel laufen. Das Hostel liegt in der Altstadt und weist dementsprechend ein gewisses Alter auf. Aber wir hatten Glück mit unserem Zimmer, denn wir haben das Eckzimmer erhalten, was das größte und lichtdurchflutetste ist. Abends sind wir noch durch die Altstadt getigert und haben uns in einem Restaurant/Bar niedergelassen um eine Kleinigkeit zu essen und Bier zu trinken. Die Altstadt hat mich sehr an Dublin erinnert. Alles mit Backstein und urige Kneipen mit Livemusik - toll!
An unserem ersten richtigen City Tag sind wir erstmal schön gemütlich frühstücken gegangen. Da Janina vor Seattle bereits in Vancouver war hatte ich meine persönliche Reiseführerin. Wir sind dann erstmal Richtung Wasser und dann am Hafen entlang gelaufen, anschließend durch die Stadt. Einfach  schön! Mittags haben wir uns in einem Park in die Sonne gelegt. Mehr haben wir eigentlich nicht gemacht da ich auch was erklärtet war. Abends im Hostel haben wir unsere Zeit nach Vancouver geplant. 
Am 30.09. sind wir zum Grouse Mountain gefahren, ein Berg nur 30 Minuten von der Innenstadt entfernt. Es wird also langsam deutlich weswegen die Stadt auf Platz drei ist - schöne City, Wasser und Berge!
Den Berg sind wir wieder hoch gelaufen, obwohl eine überteuerte Gondel fuhr. „Slowly but steady“ war unser Motto, da ich immer noch was angeschlagen war. Der Weg streckte sich über 2,5 km und 800 Höhenmeter. Dort war auch gut was los wegen dem schönen Wetter und viele Einheimische fordern sich damit heraus den Weg am schnellsten hoch zu laufen. Für uns unmöglich..
Oben war dann ein kleiner Abenteuerpark mit Restaurants, Aussichtspunkten, Attraktionen, Shows und Grizzlybären. Wir hatten uns vorher informiert und erfahren, dass die Bären aus einer Notsituation gerettet wurden, dennoch war es traurig die Bären zu sehen, weil die so verloren aussahen und im Vergleich wenig Platz hatten. Also schnell weiter. Von oben hat man eine schöne Aussicht über die Bucht und die Stadt. Der Tag war einfach schön, wegen dem sonnigen Wetter und dem kostenfreien Shuttle, den wir eigentlich nicht hätten nutzen können, aber Schnorrer for Life! Das eingesparte Geld ging dann für Kuchen drauf bei einem Bäcker nur wenige Meter vom Hostel entfernt, wo es neben Leckerein auch gutes Brot gibt. Da haben wir natürlich zu geschlagen. 
An unserem dritten Tag haben wir Fahrräder gemietet und sind damit am Wasser entlang durch einen Park gefahren. Das war super schön, da wir wieder mal sonniges Wetter hatten. Die Strecke zieht sich über ungefähr 25 km wo von wir insgesamt 17 km gefahren sind. Zwischendurch haben wir bei Granville Island eine Pause eingelegt um dort über den Markt zu gehen und haben dort zu Abend gegessen. Super süße kleine Insel in der Bucht von Vancouver. Wieder ein sehr aktiver Tag mit vielen schönen Ecken!
Für den nächsten Tag hatten wir uns ein Auto gemietet, um eigentlich zum Lynn Canyon zu fahren, ein Nationalpark welcher auch nur 40 Minuten von der City entfernt ist. Dort sollte es eine Hängebrücke geben und natürlich auch einen schönen Park, aber die Brücke wurde auf Grund von Restaurierung einen Tag vorher gesperrt, deswegen sind wir dort doch nicht hin, sondern sich zu einem Vorort von Vancouver gefahren - Deep Cove. Dieser liegt direkt am Wasser mit schönen Häusern. Dort gibt es auch viele Wanderwege, davon sind wir einen zu einem Aussichtspunkt gelaufen, von dort hatten wir eine schöne Aussicht auf die Bucht und die Stadt im Hintergrund. Im Anschluss waren wir noch beim Capilano River und der dort angesiedelten Lachs Brutstätte. Das war eigentlich ganz spannend und interessant, da der Lachs bekanntlicher weise überfischt ist und bei weitem nicht mehr dir Größe aufweist, wie vor einigen Jahren. 
Bis auf die Nacht vom 02.10. auf den 03.10. haben wir in dem Hostel in der City übernachtet, die letzte Nacht haben wir wieder in einem Airbnb übernachtet, weil dieser in der Nähe vom Flughafen war, denn am 03.10. haben wir dort unser Auto leider gegen ein kleinere eintauschen müssen - das hatten wir zuerst gemietet. Mit dem Auto ging es dann Richtung Rocky Mountains. Dazu in einem späterem Blogbeitrag.
























Dienstag, 1. Oktober 2019

Alaska - the last Frontier

Nach 4 Jahren steht nun endlich eine neue Reise an. Diesmal geht es mit Janina nach Nordamerika, genauer gesagt Alaska und Kanada. Janina hat sich für ein Work & Travel Visum entschieden und bleibt somit länger als ich. Mit meinem Touristen Visum bin bleibe ich 2,5 Monate in Nordamerika.

Janina und ich haben uns in Seattle (WA) getroffen, Danske vorher noch mit ihren Eltern unterwegs war. Wir haben uns am Flughafen getroffen und sind gemeinsam in die Stadt gefahren. Da es schon früher Abend war, als wir im Hostel eingecheckt haben, sind wir nur noch eine Kleinigkeit Essen gegangen und bei uns in der Nähe was rum gelaufen. 
Am nächsten Morgen sind wir zeitig los, und sind erstmal Richtung Downtown gelaufen und haben uns links/rechts umgeguckt. Am Pier ist ein großer Markt wo wir uns etwas zu Frühstücken geholt haben und uns anschließend in einen umliegenden Park am Wasser gesetzt. Später am Tag haben wir an einer zweistündigen Walking Tour teilgenommen wo wir teilweise an den selben Ecken wie am Vormittag vorbeigekommen sind, diesmal nur mit mehr Informationen zu der Stadt. Zum Beispiel ist das Klima relativ konstant und erreicht keine extreme Verhältnisse im Sommer oder Winter, da der Fjord das Klima stark beeinflusst. Außerdem leben in Seattle einige Obdachlose, da das Leben im letzen Jahrzehnten extrem teuer geworden ist und in anderen Städten Amerikas Obdachlos sein eine Straftat ist und die Stadt verlassen müssen. Diese Reisen dann zu sozial freundlichen Städten wie Seattle, wo sie zumindest toleriert werden. Und da bekanntlicherweise die Starbucks Kette aus Seattle kommt, gibt es an jeder zweiten Ecke einen Shop. 
Anschließend sind wir mit dem Bus zu einem außerhalb liegenden Park gefahren, von wo eine schöne Aussicht auf die Skyline versprochen wird. Und da Seattle neben San Francisco ebenfalls sehr  hügelig ist, war die Busfahrt eine gute Entscheidung und es hat sich gelohnt!  Wir hatten traumhaftes Wetter und eine tolle Aussicht. Der Abend verlief eher ruhig, da um 4 Uhr in der Früh der Wecker ging, denn es geht endlich macht Alaska!

Als wir in nach einem 4 Stunden Flug in Anchorage angekommen sind hat es relativ stark geregnet. Zum Glück haben wir ein gutes (Deutsches) Auto gemietet womit wir erstmal zu einem Diner zum Frühstück gefahren sind und anschließend einkaufen, denn die nächsten Tage sind gut verplant. 
Zunächst ging es Richtung Norden zum Denali Nationalpark. Zum Glück wurde der Regen mit der Zeit weniger, sodass wir auf der 5 stündigen Fahrt ein paar Stops mit Aussichten auf den Nationalpark und kleinen Trails einlegen konnten. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte lag 30 Minuten vom Park Eingang entfernt, mitten im Wald mit wenigen entfernten Nachbarn und einer holprigen Straße. Wir hatten über Airbnb ein Tiny House gemietet, welches mega süß war. Wir hatten Strom und auch eine Heizung, sonst wären wir erfroren, allerdings kein fliesendes Wasser sondern nur ein kleiner Wassertank zum spülen und Gesicht waschen. Die Toilette alias Plumpsklo war nur wenige Schritte von unserer Hütte entfernt. Am nächsten Morgen haben wir von unserem Schlafzimmer Fenster Elche gesehen, die durch den Wald spaziert sind - traumhaftes Erlebnis.
Der Tag im Denali Nationalpark war bewölkt und zwischendurch hat es gefieselt, also kein Problem um die Gegend zu erkunden. Wir sind einige  Wanderwege gegangen, dabei war der am See unser Favorit. Während wir draußen unterwegs waren hatten wir immer eine Glocke dabei um Bären fern zu halten und ein Bärenspray. Neben den Wanderwegen konnten wir die Schlittenhunde besuchen, welche im Winter für Fahrten in die Zivilisation und zur Patrouille verwendet werden. Sehr kuschelige Tiere. Ansonsten sind wir mit dem Mietwagen tiefer in den Nationalpark reingefahren, bis die Straße gesperrt wurde, da es oben schon gut geschneit hat. 

Dritter Tag in Alaska und die Sonne kam endlich raus! Dafür müssten wir unser Auto frei kratzen.. wir haben uns am Morgen von unserem Tiny House verabschiedet und sind doch nochmal in den Park gefahren. Das hatte sich wieder mal ausgezahlt,  da wir eine super Aussicht auf Nordamerikas höchsten Berg / Mount Denali bekommen haben, was wohl sehr selten ist, da dieser offene in Wolken versteckt ist. 
Ansonsten ging es zurück Richtung Süden nach Seward, was nochmal 3 Stunden südlich von Anchorage ist. Wir haben einen kleinen Umweg über den Hatcher Paas gemacht, welcher wunderschön war. Die Farben die Bächer um Berge, genau so wie ich mir Alaska vorgestellt habe. Abends ging es dann nur noch ins Hotel, welches ebenfalls super urig war.
In Seward haben wir eine Bootstour gemacht um Gletscher vom Wasser aus zusehen. Die Fahrt war etwas wild sobald wir aus der Bucht rausgefahren sind. Für uns kein Problem, nur wenn um uns herum alle eine Kotztüte vor dem Mund haben ist es was ungemütlich. Dafür haben wir viele Otter im Wasser chillen gesehen und eine Bergziege gesehen. Natürlich auch zwei Gletscher die Bosniens Wasser ragen. Das war schon faszinierend, wir haben nur erwartet, dass alles dort aussieht. Aber dafür sind wir wohl doch zu südlich gewesen. Ansonsten hat uns einiges an Milford Sound in Neuseeland erinnert, also sehr schöne bewachsene Berge mit Bächen/Wasserfälle die ins Meer fließen. In Seward selber war auf Grund der Nebensession kaum noch was los, eine kleine Geisterstadt.
Von Seward aus sind wir am nächsten tag zum Exit Glacier gefahren, nur 20 Minuten Fahrt. Vorher hatten wir uns Informiert was Warnungen angeht, da auf der Internetseite stand dass dort Bären unterwegs sind und deswegen manche Gebiete abgesperrt sind. Wir haben aber für die große Wanderung auf den Gletscher grünes Licht bekommen und sind dann mal los getigert. Eine hammer Erfahrung, 13 km 1070,5 Höhenmeter in 6,5 Stunden (inkl Rückweg). Die Aussicht auf die Eisfläche war einzigartig zudem wir noch einen guten Tag mit wenigen Wolken erwischt haben. Das hat uns Mut mit gegeben in Kanada anspruchsvollere Wege zu gehen. Abends sind wir platt in Anchorage angekommen. Dort hatten wir ein super schönes Airbnb/Ferienwohnung. Dort haben wir uns von den erlebnisreichen Tagen erstmal erholt. Da wir das Auto auch bald abgeben mussten sind wir nur noch zu einem park in Anchorage gefahren und sind zum einem Aussichtspunkt gefahren um über Anchorage zu sehen. Dabei ist erstmal aufgefallen wie groß die Stadt ist und wie grün! Abends sind wir nochmal zum Aussichtspunkt gefahren in der Hoffnung Nordlichter zu sehen, vergeblich.
Am Tag der Autoabgabe sind wir den Coastal Walk bei Anchorage gegangen. Der war zum Glück geteert und ebenerdig, allerdings 17 km lang und wunderschön. Haben wieder einen Elch gesehen und durch das sonnige Wetter hatten wir eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge.
Den letzten Tag in Anchorage haben wir tatsächlich zum ausruhen und waschen verwendet.
Denn von Anchorage ging es am 28.09. morgens früh nach Seattle und dann direkt mit einem Reisebus nach Vancouver/Kanada!