03.10. Tag der deutschen Einheit und unser erster Tag mit unserem Mietwagen den wir bis zum 26.10. behalten. Bei der Abholung gab es noch ein kleines Problem, da unser Kleinwagen keine Winterreifen hat und wir bei der Abholung gesagt haben, dass wir zu den Rocky Mountains fahren, hat die Damen darauf hingewiesen. Wir sind irgendwie davon ausgegangen, dass bei dieser Jahreszeit Winterreifen selbstverständlich wären, aber in den Mietbedingungen haben wir nochmal nachlesen müssen, dass der Kleinwagen nur mit Allwetterreifen ausgestattet ist. Für $30 pro Tag hätten wir ein größeres Auto mit Winterreifen mieten können. Das hätte den preislichen Rahmen total gesprengt, also „no risk no fun“. Wir haben natürlich weitere Optionen ausgearbeitet, aber keine war besser und Allwetterreifen sind auch für Schnee geeignet und wir haben ja noch Oktober wird schon alles gut werden!
Es ging also Richtung Whistler, knapp 3 Stunden nördlich von Vancouver. Auf dem Weg haben wir noch einen Stop bei den Cypress Mountains gemacht von wo wir wieder eine schöne Aussicht auf die Stadt hatten. Weiter oben im Gebirge wurde es allerdings sehr nebelig. Wir haben eigentlich eine Wanderung mit schönen Bergseen und Aussicht auf das umliegende Gebirge rausgesucht, aber gesehen haben wir nicht viel. Dennoch irgendwie schön. Später haben wir erfahren, dass am selben Tag Mountainbiker von einem Schwarzbär verfolgt wurden. Passiert ist wohl nichts, aber daraufhin wurden einige Wege gesperrt damit der Bär sich in Ruhe auf den Winter vorbereiten kann. #naturefirst
Abends sind wir dann in Whistler, genauer gesagt in unserem Airbnb, angekommen. Kurz vor der Haustür ist noch ein Schwarzbär über die Straße gelaufen. Wir saßen noch im Auto und der war auch garnicht an uns interessiert. Zurück zu unserer Airbnb Wohnung, ein Traum! Richtig charmant und stimmt einen auf den Skiurlaub ein. Wir wären dort am liebsten länger geblieben. Auch die Gegend und das Örtchen hat uns sehr gut gefallen. Wir sind zu einem Wasserfall gefahren, einem alten Zugwrack am Fluss wo eine neue Hängebrücke gebaut wurde. Vor einigen Jahren ist wohl ein Zug verunglückt oder Wagons sind kaputt gegangen. Auf jeden Fall hat man damals entschlossen die Ware umzulagern und die kaputten Wagons in den Wald zu werfen. Jetzt ist das eine kleine Sehenswürdigkeit.
Außerdem sind wir noch um den Lost Lake bei Whistler gelaufen, ein sehr schöner See nicht weit entfernt. Das Wetter war auch schön sonnig, aber kein Badewetter. Das Dorf wurde richtig schön aufgebaut und ist einfach süß. Janina hat auch überlegt dort wieder zurück zukehren um dort im Winter zu arbeiten.
Von unserem Gastgeber haben wir Freikarten für die Gondel erhalten, ist den könnten wir auf den Berg fahren und dann mit einer weiteren Gondel auf einen benachbarten Berg. Leider fehlte noch gut was Schnee zum Skifahren..
Nach zwei Nächten in Whistler sind wir weiter nach Kamloops gefahren. Auf dem Weg haben wir noch Hält bei einem Bekannten Gletschersee gemacht - Joffre Lake. Dort hätte man auch eine Wanderung zu weiteren höher gelegenen Seen machen können, allerdings hatte Janina das schon mit ihren Eltern gemacht und wir hatten noch eine Strecke vor uns.
In Kamloops ist eigentlich nichts sehenswertes, es ist eher ein Durchfahrtsort. Aber süchtiger war unser Airbnb echt toll.
Am nächsten Tag ging es direkt weiter zum Wells Gray Nationalpark, welcher noch vor den Rocky Mountains liegt. Der Park ist bekannt für seine Wasserfälle, gesehen haben wir davon zwei. Sehr bekannt sind die Helmecken Falls. Die waren auch echt schön, mit einer großen Grotte. Außerdem sind wir noch eine Schotterstraße hochgefahren, von wo wir uns eine schöne Aussicht über den Park erhofft haben. Dafür mussten wir auch noch 3 km aufwärts laufen. Ganz unsere Vorstellungen hat es nicht erfüllt, dennoch sehr schön! Und ab der Hälfte des Weges lag auch schon fester Schnee. Wir hatten also auch ein kleine Winterwanderung. Zum Sonnenuntergang waren wir noch auf einen Aussichtsturm mitten im Park. Sobald die Sonne untergeht ist es allerdings echt frisch, weswegen wir zu unserem kleinen Häuschen am Parkrand gefahren sind. Das war wieder so eine kleine Hütte wie in Alaska, allerdings hat die Heizung nicht ganz ausgereicht. Haben abends doch was gefroren. Dann eben mit doppelter Lage schlafen.
Und dann sind wir auch schon zu den Rocky Mountains gefahren, dazu später mehr.
Die Fahrten waren auch ein Erlebnis, die Herbstfarben mit den weißen Bergen und den Flüssen und Seen sind einfach nur schöööön! Noch haben wir uns noch nicht satt gesehen.
