Montag, 25. Mai 2015

Northisland; die letzte Woche

Mit der Fähre ging es von Picton wieder nach Wellington, wo wir diesmal besser vorbereitet waren und in einem schönerem Hostel eingecheckt haben. Was leider nicht so einfach war, war das sichere parken unseres Wagens. Die im Hostel haben uns das naheliegende Stadion empfohlen, wo es aber nicht sicher ist übernacht, weil es direkt neben dem Hauptbahnhof war und keine security oder Kameras die Autos bewachen. Also haben wir das Parkhaus des Museums gewählt,  was zwar etwas weiter weg von unserem Hostel und teurer war, aber dafür sicher und der Parkhausmanager war sehr freundlich und hat für uns einen spezial Preis gemacht. :D
Weil es Wochenende war wollten Janina und ich eigentlich feiern gehen, aber das ganze hin und her mit dem Auto und die Tatsache dass es mal wieder am regnen war, hat uns umgestimmt.
Am nächsten Morgen hat es zum Glück wieder aufgeklart und wir konnten uns Wellington bei schönem Wetter angucken.
Janina hat im Internet was von einem Cablecar gelesen, wie die in San Francisco,  mit der man zum botanischen Garten hoch fahren kann. Auf der Suche nach dieser Bahn hat uns eine Frau aufgepickt, die uns dort hin bringen wollte. Wir fragten sie, ob das denn auf ihrem Weg liege und sie meinte das zwar nicht aber das würde schon passen. Also ist sie mit uns durch Wellington gelaufen, wir waren wohl an einer völlig falschen stellen, und hat neben bei ein wenig sightseeing mit uns gemacht und über Gebäude oder sonstigen Dingen berichtet. Nach 20 Minuten haben wir die Cablecar erreicht. Wir haben uns dann von ihr getrennt und die Frau im roten Mantel war für immer weg. Der Anstieg zum botanischen Garten war relativ steil, aber die Aussicht von oben war echt schön,  nur gut das wir hoch gefahren sind. :D Von unserem Punkt aus konnte man weit über die Bucht sehen und Fähren beobachten welche Wellington verließen oder ansteuerten. Anschließend sind wir durch den botanischen Garten runter spaziert und sind am Ufer entlang zum Museum gegangen, um für das parken zu bezahlen und natürlich auch durch das Museum zu gehen. Von vielen haben wir gehört,  dass das Te Papa Museum richtig schön sein soll. Ich fand die Ausstellungen auch schön und informativ, aber teilweise auch verwirrend, weil es keine wirkliche Abtrennung zwischen manchen gab und man plötzlich in einer ganz anderen Ausstellung war.
Was cool war, war auf jeden Fall die Ausstellung über Erdbeben und anderen Naturkatastrophen die in Neuseeland vorgekommen sind. Es war sehr anschaulich und außerdem steht da auch ein kleines Haus, welches wackelt, wie bei einem Erdbeben.
Nach dem Museum sind wir durch die Innenstadt gewandert und sind in einem coolen Café gelandet. Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir mal links und rechts in die Läden geguckt. Man muss sagen, dass Wellington eine echt schöne Stadt ist, mit schönen alten victorianischen Gebäuden. Später haben wir erfahren,  dass Wellington auf dem gefährlichsten Punkt Neuseelands liegt, was Erdbeben und so angeht. Und das krasse ist, das genau dort das Parlament steht.
Ein Tag später hat es wieder mal geregnet, gott sei dank sind wir weiter gefahren. Eigentlich wollten wir zum Tongariro Nationalpark fahren, um Tongariro Crossing zu machen,  aber die Wetterbedingungen waren grausig, Schnee und Wind über 8 Stunden wandern ist leider echt eine Nummer zu hart für uns, weswegen wir nach Napier gefahren sind. Auf dem Weg haben wir in Hastings gehalten, um dort zu Lunchen, aber es gab kein vernünftiges Restaurant und schön war es auch nicht. Also sind wir zu unserem Hostel gefahren und haben dort für uns selber gekocht. Unser Hostel war wieder mal süß und sauber. Am Abend lief Django Unchanged im TV was viele mitgesehen haben.
Am nächsten Tag haben wir uns Napier angesehen. Anders als Hastings ist Napier richtig schön. Vor mehreren Jahren hat ein Erdbeben Napier zerstört und anschließend haben wohl 3 bekannte Architekten die Stadt wieder aufgebaut. Als wir durch die Stadt gewandert sind haben wir einen Klavierspieler entdeckt, der auf einem öffentlichen Klavier in der Fußgängerzone gespielt hat, und das richtig gut. Wir haben uns einfach in der nähe auf einer Bank hingesetzt und ihm zugehört.
Anschließend haben wir die Bank gegen ein Café ausgetauscht, wo wir richtig leckere Muffins hatten. Wir hatten also einen richtig schönen entspannten Tag in Hawkes Bay.
Der nächste Tag sollte sich etwas aktionreicher gestalten. Wir sind zum Lake Taupo gefahren, welcher fast so groß ist wie ganz Singapur. Um 12 Uhr hatte ich meinen Skydive angesetzt. Kurz vorher waren wir da, ich natürlich völlig cool. War ich auch wirklich bis zu dem Moment wo jemand vor mir aus dem Flugzeug gesprungen ist und einfach weg war. :D Dazu später mehr. Das Anmelden ging ziemlich schnell und zum Glück war es gerade Wolken klarer Himmel,  also wurden wir, 3 andere die auch skydiving gemacht haben und ich, für Janina wäre das Verschwendung von Unterhosen, in Anzüge gesteckt, Gurte wurden um uns gebunden und wir mussten uns eine Sicherheitseinweisungen reinziehen. Dann ging es auch schon los ins Flugzeug und hoch in die Luft. Wir hatten eine echt schöne Aussicht, leider konnte man den Tongariro Nationalpark nicht sehen, so klar war es dann doch nicht. Als wir hoch genug waren mussten wir ein kappe aufsetzten und für paar Minuten an eine Sauerstoffmaske. Als erstes ist ein anderes Mädchen aus dem Flugzeug gesprungen, natürlich mit Begleitung. Man war direkt an seinen Guide gebunden, fast wie löffelchen.  :D Anschließend war ich dran und dann kam auch meine Aufregung. Kurzes Foto und schwups weg waren wir. Freier Fall ist eigentlich richtig cool, hätte ich das mit der Atmung hinbekommen, hätte ich das bestimmt noch mehr genießen können. Nun gut, nach 12,000 ft hat er den Fallschirm geöffnet und wir haben ein paar Runden gedreht, eine super Aussicht über den See und die Stadt gehabt und genügend Luft für mich zum atmen. :D
Irgendwann sind wir dann auch schon runter und haben zum landen angesetzt. Uns wurden dann noch unsere Videos und Bilder gezeigt und dann war man nach 1,5 Stunden schon wieder raus aus dem Laden. Ich hatte auch ziemlich Glück,  weil Janina hat mitbekommen, dass die Leute nach mir warten mussten, weil es sich etwas zugezogen hatte. Lucky me. :)
Anschließend sind wir zu unserem Hostel gefahren, haben eingecheckt,  gekocht und sind zu den Huka Falls gegangen, welche mehrere kleinere Wasserfälle sind, die auf Grund von irgendwas eine massive Strömung haben. Anscheinend gewinnen die daraus auch Energie.
Der nächste Tag war es nur am regnen, also haben wir gemütlich ausgeschlafen,  sind zu dem Damm gefahren, wo sie um 14 Uhr die Tore geöffnet haben. Es war witzig mit anzusehen, wie langsam aber stetig das Wasser angestiegen ist. Und der Vergleich von vorher und nachher war auch ganz witzig. Anschließend sind wir in ein Museum gefahren, welches sehr langweilig war. Wir dachten mehr über Lake Taupo und dem ehemaligen Vulkan zu erfahren, aber stattdessen war es nur langweiliger Kram wie die Stadt entstanden ist. Das einzig informative war, dass Lake Taupo früher mal ein Vulkan war, welcher rupturiert ist. Nochmal zum Vergleich mit Singapur, daran kann man erkennen, wir riesig dieser Vulkan gewesen sein muss. Die Lava, die dabei ausgebrochen ist bedeckt den heutigen Grund des Sees.
Für mich ist Lake Taupo wieder nur eine Stadt die nur durch Aktivitäten wie Skydiving, Bungi springen, Wassersport oder wandern lebt. Wenn man aber nicht so viel Geld ausgeben möchte und es nur regnet sodass man nicht wandern gehen möchte,  bleibt nichts anderes übrig, als Harry Potter 1&2 sich rein zu ziehen. War nochmal richtig süß die ersten Filme zu sehen.
Unser letzter richtiger Tag mit unserem Auto stand uns bevor, und den haben wir vollkommen ausgenutzt.
Morgens sind wir ganz früh los um zu einem anderen, nicht so bekannten Hot Water Beach zu fahren. Die Fahrt dorthin ging durch kleine enge Straßen,  die sich teilweise Highway nannten. Das Örtchen dazu ist auch klein und schnuckelig. Bei diesem Hot Water Beach gab es auch keine schaufeln zum ausleihen, weshalb wir uns in Lake Taupo noch eine vorsichtshalber gekauft haben. Außerdem musste man über eine relativ hohe Düne klettern um zum Strand zu kommen. Zum Glück waren wir nicht alleine, sonst hätten wir bestimmt den ganzen Strand absuchen können. Barfuß sind wir also am Strand, in der Nähe des Wassers, herum gelaufen um eine heiße stelle zu finden. Ich glaube, das wir eine ziemlich gute Stelle gefunden haben und dann auch angefangen abwechselnd zu buddeln. Es war 1 Stunde vor niedrig Wasser, und wir haben gehofft, dass das Wasser nach weniger wird, und haben voll motiviert gegraben. Leider wurde unser Erfolg immer ma wieder von einer kalten Welle zerstört und unser Loch wieder zu gespült. Ich glaube insgesamt 10 Minuten in unserer heißen Quelle verbracht zu haben, bevor uns eine kalte Welle wieder aller zerstört hat. Nach einer Zeit ist uns dann auch kalt geworden und wir haben es aufgegeben.  Als wir wieder zurück am Auto waren habe ich auch festgestellt, dass Niedrigwasser bereits rum war, also hätte es eh keinen weiteren Sinn gemacht, weiter an unserer Quelle zu buddeln. Das doofe ist halt, dass man an die heißen Quellen nur bei 2 Stunden vor und evtl nach Niedrigwasser kommt.
Im freien haben wir uns unter einem Wasserhahn für Hundewasser oder so geduscht, weil wir voller Sand waren. Als wir irgendwann wieder sauber und trocken waren haben wir uns im Örtchen jeweils eine heiße Schokolade zum aufwärmen gekauft und haben uns auf dem Weg zur Glohworm Cave gemacht.  Auf dem Weg haben wir noch an einem ziemlich schönen Aussichtspunkt stop gemacht. Ich hatte den beim Hinweg schon gesehen, da war Janina aber noch am schlafen. Wir konnten über die Bucht und die Umgebung hinweg sehen. Es war wieder richtig schön.
Ein wenig später waren wir dann bei der bekannten Glühwürmchen Höhle, wo wir Tickets gebucht hatten. Wir haben allerdings die Familientour gewählt,  damit meine ich, dass die meisten jüngeren Menschen Rafting durch die Caves machen, weil die eine Unterwasserströmung haben. Wir sind mit einem Tourguide durch die Cave gewandert und als Höhepunkt war die Fahrt mit einem Boot durch die Höhle, wo tausende Glühwürmchen an der Decke waren. Durch die Höhle haben die ein Tau gespannt, sodass das Boot keine großen Geräusche gemacht hat und man konnte in Ruhe staunen. Es war absolutes Gänsehautfeeling und atemberaubend. Nach 30 Minuten war die Tour auch schon rum.
Dann haben wir unsere letzte Fahrt mit unserem Auto nach Auckland angetreten.
Am Abend sind wir bei Suzy angekommen. Kurz danach sind wir dann auch schon wieder los, weil wir uns mit 2 von unseren Cuties aus Melbourne getroffen haben, die auch Neuseeland bereist haben. Mit denen sind wir in eine Sportbar Bier trinken gegangen. Es war ein witziger aber auch kurzer abend, weil Janina und ich auch ziemlich müde waren. Am nächsten Morgen haben wir die beiden auch wieder getroffen, um die von deren hostel abzuholen und zu deren gemieteten Auto zu bringen. Am Mount Eden haben wir uns dann wieder getrennt. Janina und ich sind hoch gefahren, weil wir herausgefunden haben, dass man von dort aus eine super Aussicht über Auckland haben soll. Und so war es auch. Die Wolken haben sich auch verzogen,  sodass die Sonne ein wenig raus kommen konnte.  Von diesem Ausblick sind auch viele Postkartenbilder von Auckland gemacht worden.
Anschließend haben wir dann unser Auto abgegeben. Janina und ich waren etwas ängstig, dass die auf Grund der vielen kleinen Steinschläge in der Windschutzscheibe uns bezahlen lassen. Wir haben über die keine Versicherung abgeschlossen,  sondern hatten eine über das Flightcentre gebucht, welche günstiger war. Aber glücklicherweise war dem nicht so und wir konnten ohne Probleme in die Stadt. Janina und ich wollten uns diesmal die City angucken und auch auf Souvenirs Jagd gehen. Es hat sich allerdings wieder zugezogen, weshalb wir nicht auf den skytower gegangen sind, hatten ja bereits eine super Aussicht.  Im Downtown shopping center haben wir zum Glück alle Souvenirs gefunden. Wir waren immer noch so müde,  weshalb wir mit dem Bus zur Suzy gefahren sind und den restlichen Tag im Bett verbracht haben. Das reisen und ständige unterwegs sein ist schon anstrengend.
Abends gab es mit allen Roperz Abendessen, welches Suzy lecker vorbereitet hat. Es war nochmal ein richtig schöner Abend.
Am darauf folgenden Tag haben Janina und ich dick ausgeschlafen und viel rum gegammelt. Dann sind wir mit Suzy nach St. Helens gefahren, ein Stadtteil von Auckland. Dort haben wir unsere Souvenirs per Post nach Hause gesendet, weil wir keine Lust hatten die Geschenke auf unserer weiteren Reise mitzuschleppen. Das Paket ist auch schon nach einer Woche zu Hause angekommen. Dann hat Suzy uns noch gezeigt wo Ikka damals gelebt hat. Am Abend wurden wir von Hatta abgeholt. Wir sind nochmal kurz zu ihrem Haus gefahren und anschließend zu einem deutschen Restaurant, wo sie ein Tisch reserviert hatte. Das Restaurant war natürlich bayrisch, aber einfach der Hammer! Es gab typische deutsche Gerichte und auch deutsches Bier. Janina und ich haben voll lange gebraucht uns zu entscheiden.
Mit Hatta haben wir noch lange geplappert und richtig viel Spaß gehabt. Die Zeit verflog so schnell. Von ihr Abschied zu nehmen war auch irgendwie komisch, weil ich sie erstmal länger nicht mehr sehen werde. Ich hab mich so wohl gefühlt bei denen und gerne noch viel mehr Zeit dort verbracht, einfach mit denen abhängen und die Zeit genießen, aber am nächsten Tag ging unser Flug auch schon zurück nach Australien. Suzy hat uns zum Flughafen gebracht, aber auch nur bis zum Drop off, weil sie meinte, dass sie schlecht mit Abschieden ist.
Bye bye lovely new zealand! ♡