Mittwoch, 18. März 2015

Northisland; Schwefelcity

Ihr habt richtig verstanden, wir sind in Rotorua!
Am Morgen haben wir noch einen Zwischenstop in Hobbit Town gemacht. Dort hatten wir eine 2 stündige Tour gebucht, wo wir die kleinen Hobbit Häusern aus Herr der Ringe und Der Hobbit besichtigt haben. Es war richtig süß diese kleinen winzigen Haustürchen und Gartentürchen zu sehen. Uns war bewusst, dass bei der Bearbeitung viel getrickst wurde, aber die Häuser sind wirklich in den Hügeln eingebaut,  bzw nur die Türen und Fenster. Die Häuser von Innen wurden in Wellington im Studio gedreht, welche aber nicht mehr gibt. Nur der Pub "green Dragon" steht komplett aufgebaut da. Dort haben wir sogar ein Getränk bekommen. Auf der Tour hat uns der Guide Filmtricks erzählt und berichtet wann mann was in den Filmen sehen kann. Das Dorf besteht aus 44 kleinen Hobbit Häusern und wir haben gefühlt alle mindestens einmal fotografiert. Es war einfach zu süß!
Anschließend ging es also nach Rotorua wo wir in einem super süßem Hostel eingecheckt haben. Alles war sauber und ordentlich und es gab keine Hochbetten, was ziemlich selten ist für ein Hostel.
Die Dame an der Rezeption hat uns ein Weg durch die Stadt aufgezeichnet wo man Thermal Quellen umsonst sehen kann. Das haben wir dann natürlich auch gemacht.
In einem Stadtpark waren diese Thermal Quellen umzäumt und somit einfach zu finden waren. Manche haben einfach nur aus dem Steinboden geraucht, andere waren ein brodelner Schlammsee oftmals gab es Seen die gedampft haben. Der Rauch war unerträglich,  es hat nach verfaulten Eiern gerochen. Wir haben noch nie so viele Bilder von hässlich,  eckigen und stinkenden Sachen gemacht. :D Neben den unangenehmen Sachen war es dennoch faszinierend wie die Natur sowas einfach machen kann.
Nichts davon ist künstlich hergerichtet. Neuseeland besteht aus Vulkanen, teilweise noch aktiv aber die meisten nicht mehr. Dennoch brodelt ganz tief unten in der Erde das Lava welches die Seen erhitzt. Woher der Schwefel herkommt weiß ich nicht. Was man noch sagen muss, ist dass die meisten Seen, wenn sie nicht gerade aus Matsch oder grünen Verfärbungen bestehen, ziemlich klares Wasser haben. Es ist also ein Phänomen für sich.
Anschließend sind wir zu einem Maori Dorf gegangen, wo zu der späten Stunde zwar nichts mehr los war, aber die typischen Häuser und Statuen laufen einem nicht weg. Richtig schön und das direkt am See, welcher zur Abwechslung ganz normal war. Am nächsten Tag haben wir eine Auszeit vom Gestank genommen und sind zum Blue Lake spazieren gegangen. Auf dem weg konnte man auch einen Blick auf den Green Lake werfen. Rotorua ist wohl umgeben von 14 Seen. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber der green Lake schimmert tatsächlich was grünlich und der blue lake ist echt mega krass blau.
Im Internet hat Janina von eine Bach gelesen welcher natürlich erhitzt ist und somit einen gemütlichen Spa anbietet und das umsonst, also nichts wie hin und zurück zum Gestank. Es war dennoch ein träumchen. Mitten im Wald liest der beheizte Bach seine Strecke und man sich irgendwo ein gemütliches Plätzchen suchen um ein heißes Bad zu genießen. Zwar haben unsere Bikinis danach ebenfalls gestunken, aber das war es wert.
Am bekanntesten in Rotorua ist das Thermal Wonderland, welches nochmal mehr zu bieten hat als das was wir im Park gesehen haben. Natürlich wieder rein Natürlich!
Champagne Pool, wo sich rote Stoffe am Rand absetzten, Devils Lake, welcher gift grün ist und ein Geyser der einfach mal eine Wasserfontäne hoch spritzt. Desweiteren gab es einen See mit verschiedenen Farben, welcher Ähnlichkeiten mit Wasserfarbe hatte, gelbe und Grüne Verfärbungen von Steinen durch Schwefel, und natürlich auch Matsch. Was ebenfalls interessant ist, dass es Vögel gibt, die in den Schluchten Nester haben, weil dort die Eier gewärmt werden und dass die Gegend aus der Aktivität des unterirdischen Vulkans Energie erzeugen.
Diese Gegend ist sehr aktiv, allerdings nicht so wie man sich normalerweise einen Vulkan vorstellt. Der Vulkan ist unterirdisch, man erkennt es nur anhand der thermal Quellen.
Nach 2 Tagen waren wir irgendwann doch glücklich die Stadt zu verlassen und frische Luft zu haben. Es ging nach Gisborne, die östlichste Stadt von Neuseeland, wo wir den Sonnenaufgang gesehen haben. Somit haben wir die ersten Sonnenstrahlen des 20.03.2015 gesehen und waren auch  mit einer der ersten Menschen die diesen Tag begonnen haben. Hört sich doch irgendwie cool an, nicht?
Ansonsten ist in Gisborne nicht viel zu tun oder zu sehen. Deswegen haben wir uns dort auch nicht länger aufgehalten. Die Stecke von Gisborne Richtung Süden soll wohl einer der schönsten der Nordinsel sein. Eigentlich entdeckt man überall wo man lang fährt ein schönes Bild der Natur. Das macht Neuseeland denke ich aus.
Wir fuhren also nach Wellington, was uns insgesamt knapp 8 Stunden gekostet hat. Dort haben wir nur eine Nacht verbracht, weil wir am darauf folgenden Tag mit der Fähre auf die Südinsel gefahren sind. Also hatten wir von Wellington nicht viel.
Südinsel, wir kommen! :)